Klaus Fußmann

Biografie

1938 geboren in Velbert
1957-61 Studium an der Folkwang-Schule in Essen
1962-66 Studium an der Hochschule für Bildende Künste, Berlin
1972 Preis der Villa Romana, Florenz
1974 Professor an der Hochschule der Künste, Berlin
1982 Atelier in Gelting

Mit einem unglaublichen Gespür für Farbe und Komposition zeigt Klaus Fußmann in seinen Arbeiten die volle Pracht der Natur und sein ganz persönliches Naturerlebnis, wobei er auch die Vergänglichkeit der Natur thematisiert. Waren seine Motive in frühen Jahren vielmehr geprägt durch die Darstellung von Interieurs, Stillleben oder Porträts, so entdeckt er um 1972 an der Ostsee in Gelting die Landschaft in ihren vollen Zügen für sich und seine Malerei. Auf den vielen Reisen nach Italien, Frankreich, Norwegen, Australien, Indien, Mexiko oder den Galapagos Inseln sammelt er immer mehr Impressionen der Natur, welche in seine Arbeiten einfließen. Auch zu Hause in seinem Garten fühlt er sich der Natur verbunden und findet seine Bildmotive in den zahlreich wachsenden Blumen dort. Tulpen, Cosmea, Rudbeckia, Gladiolen, Margeriten, Vergissmeinnicht, Mohnblüten, Rosen, Astern oder Rittersporn blühen in leuchtenden Farben auf seinen Aquarellen und zeichnen ihn als Blumenliebhaber und Kenner aus, der durch gekonnt gesetzte Akzente mit Gouachefarbe seinen Bildern sowohl im kleinen Format als auch bei großformatigen Arbeiten Plastizität verleiht.

Pastelle von leuchtend gelben Rapsfeldern oder tiefblauen Wasserlandschaften entstehen häufig vor Ort. Im Gegensatz zur Leichtigkeit der Pastell- und Aquarelltechnik legt er in seinen Ölbildern die Farbe pastos in Schichten auf. Expressiv und bis hin zur Abstraktion formen sich seine Öllandschaften auf der Leinwand. Aufbauend auf der malerischen Tradition etwa eines Emil Nolde oder Lovis Corinth entwickelte Klaus Fußmann seine ganz eigene, zeitgemäße Bildsprache.
Zahlreiche Ausstellungen legen Zeugnis vom Schaffen Klaus Fußmanns ab, wie etwa die Präsentation seiner Werke 1972 in der Neuen Nationalgalerie in Berlin, 1992 in der Kunsthalle Bremen, 2003 seine Retrospektive „Zeitsprünge“ im Museum am Ostwall in Dortmund oder 2008 zum 70. Geburtstag in der Freien Akademie der Künste Hamburg, sowie im Kunstverein Mannheim. Weitere künstlerische Höhepunkte sind die 1996 stattgefundene Ausstellung „Landschaften. Skizzen und Bilder aus den 16 Bundesländern“ im Bundeskanzleramt und die bildnerische Gestaltung der Sonderausgabe der „Welt am Sonntag“ zur 20-jährigen Wiedervereinigung Deutschlands im Jahre 2010.

Ausstellungen

2016 Wolken. Wellen. Wiesen. Aquarelle, Pastelle, Ölmalerei - Felix Jud Kunsthandel
„Stadt Land Seen – Klaus Fußmann in Holstein“ Ostholstein-Museum, Eutin
2014 Sonderausstellung Oberhessisches Museum, Altes Schloss, Gießen in Kooperation mit Galerie am Dom, Frankfurt
Klaus Fußmann und Manfred Besser, Kloster Cismar, Grömitz
2013 Zwischen Himmel, Erde und Wasser - Bilder von 1964 bis 2013.
Osthaus Museum, Hagen
2011 Galerie Ludorff, Düsseldorf
2010 Sonderausstellung, Neue keramische Arbeiten 2/2010, Keramikmuseum Staufen
Spaziergang durch Landschaft und Blumenwelt, Kloster Cismar
2009 Klaus Fußmann – Bilder aus 40 Jahren, Albert-König-Museum, Unterlüß
2008 “Lob der Vergänglichkeit”, Handelskammer Hamburg
Arbeiten von 1970 – 2008. Anlässlich seines 70. Geburtstages, Galerie Ludorff, Düsseldorf
2007 Klaus Fußmann – Unikate und Grafiken, F.G. Conzen, Frankfurt
2005 Deckengemälde im Spiegelsaal des Museums für Kunst und Gewerbe, Hamburg
2004 Gestaltung der Empfangshalle des Axel Springer Verlags in Berlin mit zwei großflächigen Bildern
2003 Retrospektive Ausstellung “Zeitsprünge”, Museum am Ostwall Dortmund
2002 Ausstellung, Altonaer Museum, Hamburg
Ausstellung “Weltreisen”, SAP, Walldorf
2000 Ausstellung der Grafik, Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum, Kloster Cismar
1998 Ausstellung “Reisen in Italien” in der Landesbibliothek Schleswig-Holstein, Kiel
1997 Ausstellung (Grafik),Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum, Kloster Cismar
1996/97 Sechs Jahre nach der Wiedervereinigung: Ausstellung”Landschaften” im Bundeskanzleramt Bonn, im ZDF, Mainz, in der Staatskanzlei, Erfurt, im Sächsischen Landtag, Dresden, im Deutsches Historisches Museum, Berlin
1992 Retrospektive Ausstellung “Ansichten”, Kunsthalle Bremen
Ausstellung (Grafik), Kloster Cismar (Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum)
1991 Ausstellung (Grafik),Staatliche Kunstsammlungen Dresden (Albertina)
1989 Mitglied der Freien Akademie Hamburg
1988 Ausstellung, Henri-Nannen-Museum, Emden
1987 Retrostpektive Ausstellung, Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum
1985 “RepresentationsAbroad”, Hirshhorn Museum, Washington, D.C.
1982 Ausstellung, Mathildenhöhe, Darmstadt
Ausstellung, Landesmuseum, Oldenburg