Dirk Sommer

Biografie

1954 in Darmstadt geboren
1975-1982 Studium der Kunst, Kunsterziehung, der Germanistik sowie VWL in Düsseldorf und Freiburg
seit 1992 regelmäßige Aufenthalte in den USA und in Mexiko
1995-2001 Atelier in Brooklyn, New York
Dirk Sommer lebt und arbeitet in Hugstetten bei Freiburg

DIRK SOMMER
NIEDERRHEINZYKLUS

Warum ist es am Rhein so schön? Nach den Brooklyn Drawings, die das Individuum im urbanen Raum der Großstadt New York thematisieren, führt uns Dirk Sommer nun in die Landschaft des Niederrheins, zum Ursprung seines Seins und seiner künstlerischen Entwicklung. Dirk Sommer ist in der Nähe von Düsseldorf aufgewachsen und hat an der dortigen Kunstakademie studiert. Der Niederrhein und seine Menschen waren zweifelsohne von prägender Bedeutung für die Persönlichkeit des Malers. Nun in Freiburg und New York zu Hause – ein Vielreisender und Weltbürger – besinnt sich Dirk Sommer auf seine Heimat. Insbesondere im Status des „Fernseins“ begreift man die Bedeutung von Heimat. Ein Begriff, der wie kein anderer emotional geprägt ist. Und Dirk Sommer kehrt immer wieder gerne in seine Heimat zurück. Seine Arbeiten vermitteln dieses positive Bild und zeigen, warum es am Rhein so schön ist, wie es ist! Es geht Dirk Sommer dabei nicht in erster Linie um das Abbilden eines geographisch bestimmten Ortes, sondern um die Heimat, die er in sich trägt. Aus Erinnerungen, visuellen Eindrücken, Gesprächen und Begebenheiten entstehen Stimmungsbilder, die durchaus auch einen konkreten Ort, beispielsweise die Stadt Osterrath, abbilden.

Andere Arbeiten sind rein fiktiven Ursprungs, mit der Erinnerung des Malers verwoben und mit dynamischem Gestus auf das Papier gebracht. Deutlich wird der „furor“ des Künstlers: das Rauschhafte der zügigen, fast gehetzt anmutenden Niederschrift. Das Flüchtige des Augenblicks und der Erscheinungen ist in den Blättern genauso festgehalten, wie die innere Angespanntheit des Malers im Schaffensprozess, die sich in den Bildern mit kraftvollen Strichen und Farben Bahn bricht und Landschaften voller Frische, Kraft und Dynamik entstehen lässt. Die Ölfarbe wird stark verdünnt oder sehr pastos aufgebracht. Bleistiftzeichnungen, graphische Spuren, Ideogramme und schriftartige Kürzel durchbrechen die Fläche, akzentuieren und zerreissen sie zugleich und sind dabei sehr subjektive erzählerische Zeichen. Die unendliche Aneinander-Reihung der querformatigen Ölskizzen – seit 1999 entstehen fortwährend und unbegrenzt Arbeiten zu diesem eigenständigen Werkkomplex – entspricht formal dem Fließen des Rheins. So ist der Niederrhein-Zyklus in seiner Gesamtheit auch ein Bild für den Fluss des Lebens, der kraftvoll anschwillt, absinkt, stetig fließt und dem Meer zuströmt. Ein Bild des Zufälligen, Flüchtigen und permanent Veränderlichen in der Landschaft und im Leben jedes Menschen, exemplarisch gezeigt am Beispiel des Malers Dirk Sommer.

Ausstellungen

2016  Dirk Sommer, Reinhard Wiedemer - Rückblick. Künstlerwerkstatt, Freiburg
2014 Dirk Sommer, Klaus Steudtner - Standpunkte. Galerie Olaf Jaeschke, Braunschweig
Haus der Modernen Kunst, Staufen
2013 Art Karlsruhe One Artist Shaw Haus der Modernen Kunst Galerie K Staufen
2012 Dirk Sommer und Stephan Hasslinger, Kunsthandlung Osper, Köln
LOG Gallery Marburg mit Stephan Hasslinger
Godo Gallery Seoul, Haus der Modernen Kunst Staufen
2011 Galerie im Tor Emmendingen, Marburg, Kunstverein Marburg (mit Stephan Hasslinger)
Städtisches Museum Eppingen, Städtische Galerie Bremen
2010 Galerie Nicolaus Bischoff Lahr
Galerie Birkhofer Gottenheim
Art Karlsruhe mit Projektraum Knut Osper
2009 Gruppenausstellung, VI. International Exhibition of Visual Arts, Campeche Mexiko
2008 Kunstforum Hochschwarzwald, Neustadt (Sommer & Schmitz) / Haus der Modernen Kunst, Staufen / Galeria Griscon, Landschaft im Dialog, Barcelona
2007 Haus der Bauindustrie, Bremen / Kunstverein Denzlingen / Art Karlsruhe Projektraum Knut Osper
2006 Galerie Albert Baumgarten und SWR Studio Freiburg (Kat., CD) / Galerie Osper, Köln / Galerie Jaeschke, Braunschweig / Forum Flüh, Flüh
2005 ART Bodensee, Dornbirn (mit Galerie Baumgarten)
2004 BFA Gallery, Liempde/Einhoven (NL) / Badischer Rest, Markgräfler Museum
Müllheim / Stiftung Kurt Lehmann, Staufen / Digitale Multiplikation, Kunstraum
Burkheim, Art Bodensee, Dornbirn
2003 Süd-West-Schiene, Galerie Osper, Köln / Badischer Untergrund, Städtischer Galerie Freiburg / Horizontlinie, Schloß Auerstedt, Weimar / Digitale Multiplikation, mit Paul Schmitz, Flüh (CH)
2002 Heimat, Katholische Akademie Freiburg
2001 The Secret Life of Tünnes und Schäl, Josef Haubrich Kunsthalle Köln / Su carta, Forum Flüh (CH) / Galerie Osper
2000 Künstler der Galerie, Galerie Scheuermann + Simon, Villingen-Schwenningen / Format, Lagerhalle der Galerie Osper, Köln
1999 Galerie Osper, Köln / Tercera Gallery, San Francisco (USA)
Forum Flüh (CH) 7 Galerie Scheuermann + Simon, Villingen-Schwenningen / Zwischenstopp, Meta Finanz, St. Georgen (Schwarzwald) / Bilder, Herzzentrum, Bad Krozingen / Dirk Sommer, Artforum Sick, Waldkirch
1998 Galerie Jaeschke, Braunschweig / Kunsthandlung Osper, Köln / Point B Showroom, Brooklyn/New York (USA)
1997 PPS Galerie, Berlin / Galerie Jaeschke, Braunschweig / Malerie A-Z, Städtische Galerie Schwarzes Kloster Freiburg
1996 Kunsthandlung Osper, Köln
1995 50 Jahre Kriegsende am Oberrhein, Ausstellungshalle marienbad, Freiburg / Positionen, Städtische Galerie Schwarzes Kloster, Freiburg
1994 Kunstverein Apolda Avantgarde, Apolda / Goethe Institute, Chicago (USA) / Licht und Kunst, Spectral Gesellschaft für Lichttechnik, Freiburg / Art Nippon, Tokyo / Kunsthandlung Osper, Köln, KVW Galerie, Brilon / Kunst am Bau, Reha-Zentrum Engelskirchen
1992 Art Fair, New York (USA) / MAry K. Vance Gallery, Chicago (USA) / Jain Marunouchi Gallery, New York
1991 Sammlung Aretz, Königstein / VP Galerie, Freiburg
1990 Kunst im öffentlichen Raum, Klinikzentrum Bad Salzschlirf, Fulda
1988 Städtische Galerie, Allenstein / Städtische Galerie, Tuttlingen
1987 Kulturtage, Zell / Kammertheater Karlsruhe
1986 Städtische Bibliothek, Breisach
1985 Arbeitsprozesse – Zwischenbereiche, BBK Mehlwaage, Freiburg / Landesgartenschau, Lörrach
1984 Studio Galerie Ihringen, Wasenweiler / Galerie in der Rombach-Scheuer, Staufen / Villa Engelhardt, Düsseldorf