Bernd Schwarzer

Biografie

1954 in Weimar geboren
1976-1984 Studium der Malerei bei Professor Werner Schriefers, Fachhochschule für Kunst und Design, Köln
1978-1983 Studium der Malerei bei Professor Gerhard Hoehme und Gastschüler bei Professor Joseph Beuys, Staatliche Kunstakademie Düsseldorf Bernd Schwarzer lebt und arbeitet in Düsseldorf
1984 Meisterschüler bei Professor Werner Schriefers, Fachhochschule für Kunst und Design Köln
2000 Gastprofessur an der Akademie der Künste der Republik Belarus, Minsk

Ein Rausch der Farben, betörend für die Sinne, breitet sich auf den Leinwänden des Düsseldorfer Künstlers Bernd Schwarzer aus. Gespachtelt, mit dem Pinsel getupft oder direkt aus der Tube auf die Leinwand gebracht, schwelgt der Künstler in purer Farbe. Schwarz-Rot-Gelb und Blau-Gelbe Farbakkorde bestimmen die Palette. Farbkombinationen, die eine gesellschafts-politische Thematik bereits erahnen lassen. Pastos und farbintensiv bauen sich wahre Relieflandschaften aus Ölfarbe auf, die die Bildgrenzen zu sprengen drohen. Dieses Farbgewühl, aus dem Wirbel und Krater wachsen, bezeugt die Leidenschaft des Künstlers, die ihn mit seinem künstlerischen Vorbild van Gogh verbindet und in der gemeinsamen Intensität der Arbeiten an ihn erinnert. Die Technik lässt einen sehr zeitaufwendigen Gestaltungsprozess erahnen, muss doch Schicht für Schicht auf die zum Teil raumfüllenden Formate aufgetragen werden und über große Zeitspannen aushärten.

Geboren wurde Bernd Schwarzer 1954 in Weimar, von wo aus sich die Familie noch rechtzeitig vor dem Mauerbau in das rheinische Düsseldorf rettet.

In diesem Zentrum der neuen Kunst prägt ihn die Begegnung mit Joseph Beuys in besonderen Maßen. Es festigt sich seine künstlerische Position, die das politische Geschehen und gesellschaftliche Themen aufgreift und in ihrer Umsetzung, ganz in der Tradition von Joseph Beuys, gesellschaftliche Verantwortung in seinen Bildern übernimmt. In seinem zeichnerischen Frühwerk gelingt diese Verknüpfung inhaltlicher Bedeutungen mit einem geradezu meisterlichen Strich aufs Trefflichste. Mit seiner künstlerischen Ausgangsposition platziert Bernd Schwarzer sein großes künstlerisches Talent weltweit. Es sind die globalen Zusammenhänge die zunehmend in seinen Fokus rücken und ihn in unserer Wahrnehmung immer einen Schritt voraus sein lässt. Waren die großen Werkschauen 2003/2004 im Ludwigmuseum, in St. Petersburg und 2008 im Berliner Außenministerium fulminante Höhepunkte seiner Ausstellungsvita, so ist die jüngste große Präsentation über das Thema der Menschenrechte auf der Weltausstellung 2011 in Shanghai ein Zeichen seiner künstlerischen Authentizität.

Ausstellungen

2016 Europa und die Einheit des Seins: Kunst als Wegweiser zum Frieden, WBB GALLERY – Contemporary Pure Art, Zürich
2015 Europäische Investitionsbank, Luxemburg
Staatliche Russische Museen, Moskau
Staatliche Museen Dresden, Deutschland
2014 Bernd Schwarzer - Jubiläumsausstellung zum 60. Geburtstag. Galerie Kellermann, Düsseldorf
2014 Poesie und Realismus. Osthaus Museum, Hagen
2013 Via Muzio Clementi im Vatikanviertel, Rom; “GlaubensKunst/KunstGlaube”
2011 Kunsthandlung Osper; Köln; Bernd Schwarzer – Stationen einer künstlerischen Reise
Flughafen Düsseldorf, General Aviation Terminal, Bernd Schwarzer “Europe meets the world”
2010 Today Art Museum, Beijing, Peking; Art From Europe:Bernd Schwarzer in Beijing
2010 Zhu Qizhan Art Museum, Shanghai, China
2009 Al Galerie, Budapest 20 Years of Liberty – Germany Pictures
2006 Al Galerie, Budapest
2004 Kunsthandlung Osper, Köln
2003 Dresdner Bank, Leipzig Staatliches Russisches Museum St. Petersburg
2002 Museum Pumpwerk, Siegburg
2001 Museumsausstellung Minsk Museum Kunstverein Siegburg Edward Carter Gallery, New York
2000 Expo 2000, Hannover, Weltausstellung
1999 Cranach-Haus, Weimar, Weimar 1999 „Aus dem Rahmen“ – (76 internationale Künstler) Kulturhauptstadt Europas 1999
1997 Galerie Finartis, Zug (Schweiz) Kunsthaus Apolda Avantgarde, Apolda, Kreis Weimarer Land, Landeshauptstadt Erfurt (Europa 1999 – 2000 – 3000)
1996 AL Galerie Gerlinde Walz, Stuttgart (Art Frankfurt)
1993 Galerie Spectrum, Wien (Arte Fiera 93 Bologna)
Cranach-Haus, Weimar „Zeit-Bilder 93 – Europäische Kultur- und Zeitgespräche“ (Deutsch-Europäische Bilder 1976-92) Kunsthalle Bremen, (Neuerwerbungen der Kunsthalle Bremen 1985-93)
1991 Visconti Fine Art, Ljubljana (Slowenien) Galerie Levy, Hamburg, Madrid, Paris
1987 Galerie Trisorio, Neapel (Art Basel)
1985 Galerie Trisorio, Neapel (Art Cologne)
1984 Galerie Spektrum, Wien Galerie Sachs, New York
1980 Kunstakademie Düsseldorf, Galerie Aquarium, Düsseldorf-Mettmann Eschenhof, Mönchengladbach, Stadthalle Hilden
1979 „100 Jahre Kölner Werkschule“, Köln

Werke im öffentlichen Besitz:

  • Albertina, Wien
  • Kunsthalle, Bremen
  • Albright Knox Art Gallery, Buffalo, State New York
  • Museum Nordhausen
  • Kunstsammlungen zu Weimar
  • Staatliches Russisches Museum, Ludwig Museum im Russischen Museum St. Petersburg
  • Museum Bùca – Likovic, Tivat, Serbien & Montenegro
  • Nationalmuseum Seoul, Korea
  • Nationalgalerie, Tiflis, Georgien
  • Katholisches Kulturzentrum “Krypte bei den Piaristen”, Krakau/Polen
  • Kunsthistorisches Museum Wien
  • Theseustempel im Wiener Volksgarten
  • Kunstmuseum Bonn im StadtMuseum Bonn