Anton Räderscheidt

Anton Räderscheidt wurde 1892 in Köln geboren. In den Jahren 1910-1914 studierte er an der Kunstgewerbeschule Köln und der Düsseldorfer Kunstakademie. Während seines Wehrdienstes im Ersten Weltkrieg wurde er schwer verwundet. Nach einer kurzen Zeit als Kunstlehrer arbeitete er ab 1919 als freier Künstler und gründete mit Franz Wilhelm Seiwert, Heinrich Hoerle, Hans Arp und Wilhelm Fick die Gruppe „Stupid“. Sein erstes Atelier eröffnete er 1913 in der Richard Wagner Strasse in Köln. Räderscheidt zählt zu den führenden Malern der Neuen Sachlichkeit während der 20er Jahre und gilt als herausragende Persönlichkeit der rheinischen Kunstszene. Vor Beginn des zweiten Weltkriegs emigrierte er im Jahre 1937 nach Paris und kehrte erst 1949 nach Köln zurück.

In der Beschäftigung mit dem künstlerischen Werdegang Anton Räderscheidts tritt etwas deutlich hervor: Die von Ihm erlebten Höhen und Tiefen beflügelten sein künstlerisches Schaffen. Biografische Veränderungen manifestierten sich im Bild, lassen den Betrachter staunen über die Unterschiedlichkeit der verwendeten Malstile als unabdingbare Konsequenz seines bewegten Lebens. Das von Ihm nicht freiwillig gewählte Exil zwischen 1936 und 1949 markiert eine beeindruckende Epoche seines Oeuvres.