Skulpturen

Anton Räderscheidt hat sich in seinem malerischen Werk stark mit der menschlichen Gestalt und den Möglichkeiten der Abstrahierung beschäftigt. Auch bei seinen Skulpturen war dies eine Thematik, die ihn herausforderte und faszinierte. Gerade die neokubistische Formensprache ermöglicht es dem Künstler, seinem Hauptthema Ausdruck zu verleihen: Der Mensch mit dem komplexen Spektrum seiner Wesenheit, seiner Befindlichkeiten und seiner physischen wie geistigen Verfassung.

Bei „Les Survivants“ beispielsweise handelt es sich um eine von vier Seiten ansichtige Skulptur. Die Gestalt der menschlichen Figur ist in geometrische Flächen und Segmente aufgebrochen, so dass sich je nach Betrachterperspektive, eine andere innere wie äußere Sicht auf das Dargestellte erschließen lässt. Ebenso zeigt „Les Survivants“ (dt. die Überlebenden/Hinterbliebenen) die kreatürlichen Kräfte des bildenden Künstlers und dessen unbeugsamen Willen, in jedweder geistigen wie körperlichen Situationen zu überleben und könnte als ein Symbol für das Kunstwollen und Kunstschaffen über alle Zeiten hinweg gedeutet werden.